FRONTGARDEROBE ab 10. September im Ballhaus Rixdorf in Berlin

 

Das Berliner Team vor dem Thälmann-Denkmal

 

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Jürgen R. Weber                         Agnes Hilpert                    Nicole Rößler            Nikolai Orloff

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Frontgarderobe: Eine Kritik in der Südwestpresse

Die vollständige Kritik von Felix Röttger ist hier zu lesen. Im Folgenden einige Ausschnitte:

(…) Das Publikum in den Kammerspielen am Mainfranken Theater Würzburg nahm Jürgen R. Webers „Frontgarderobe“ begeistert auf.

(…)

Dazwischen gibt es noch ein Intermezzo vor deutschen Soldaten mit zwei NS-Schlagern. Mit „Horatios Monolog“ von Hanns Eisler und dem versöhnlich-feierlichen Gesang „Shalom Alechém“ endet ein begeistert-nachdenklich aufgenommener Konzertabend mit einem Gesangs- und Komödianten-Duo erster Güte.

Noch ne Kritik!

Michaela Schneider hat in den FN eine Kritik geschrieben!

 Als Marlene Dietrich im Zweiten Weltkrieg vor amerikanischen Soldaten auftritt, kämpft sie auf ihre Art an vorderster Front. Sie schenkt Ablenkung, motiviert durch gute Laune, verhilft zu einem Stück Normalität im Kriegsgrauen. Dem Beispiel der Dietrich folgen weitere Sänger, Unterhaltungskünstler, Showgirls. Hier setzt Jürgen R. Weber mit seiner Revue „Frontgarderobe“ an. In Liedern, Tanz und Texten erzählt er von zwei jüdischen Sängerinnen und ihren mal bizarren, mal dramatischen Erlebnissen an der Front. Zu sehen war die Premiere jetzt vor begeistertem Publikum in den Kammerspielen des Mainfranken Theaters in Würzburg.

Der Hamburger Regisseur Jürgen R. Weber zeichnet für Inszenierung, Bühne, Videoeinspielungen und Kostüme verantwortlich, dabei kommt er mit wenig Requisite aus. Die beiden Sängerinnen tragen zuerst amerikanische Uniformen, später dann glitzernde Abendkleider. In O-Ton-Einspielungen sind Thomas Mann oder auch in drastischen Worten der US-General George S. Patton zu hören. Maschinengewehre feuern, Bombeneinschläge dröhnen und ziehen das Publikum im kleinen Kammerspiel-Saal mitten ins Kriegsgeschehen hinein.

 (…)

lpuojQVULDXoVPcmx1I6C1o0X_w6IQTV3jOKkBda8MY,z3IMmB2DFz78CWRwwv9aVeot51nq3A9n804KQ6StxuMFoto © 2015 Gabriela Knoch

Das Gesamtpaket der Frontgarderobe stimmt, das Publikum ist begeistert, denn: Die Geschichte berührt.

Die Sängerinnen Anja Gutgesell und Barbara Schöller malen mit bewegenden, spritzigen, makabren, aber auch propagandistischen Songs ein anschauliches Zeitbild. Und auch der musikalische Leiter und Pianist Jeremy Atkin sorgt für viele klangliche Genussmomente.

© Fränkische Nachrichten, Montag, 23.03.2015

Eine Kritik! Eine Kritik!

Die Mainpost berichtet:

  • Foto: Gabriela Knoch
 (…)  Die Arme kreisen, die Beine fliegen, die feschen Showmädels werfen sich schwungvoll den Hitler-Ball zu und machen auf gute Stimmung.

Doch die trügt, aber wie. Denn „Frontgarderobe“, die Revue von Autor und Regisseur Jürgen R. Weber, die am Donnerstagabend im Mainfranken Theater Premiere hatte, zeigt die Zerrissenheit, die Wirren des Zweiten Weltkriegs, das Leid auf so musikalische wie deutliche Weise.

(…) Die beiden Jüdinnen geraten zwischen die Fronten, müssen die Seiten wechseln, deutsche Truppen mit dem Marschlied der Waffen-SS ermuntern und, begleitet vom Obersturmbandführer, am Klavier die junge Eiche am Adolf-Hitler-Platz besingen. Am Ende greift Rachel zur Pistole.Eine Revue, die ernsthaft gut unterhält, zwei glänzende Sängerinnen, eine gelungene Premiere. (…)